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Mitglieder

Die Interessengemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Gedenkstätten in freier Trägerschaft, von Vereinen, Stiftungen, Initiativen und Einzelpersonen in Niedersachsen, die an die NS-Verbrechen erinnern und sich für eine Auseinandersetzung mit der Geschichte stark machen.

Das Verzeichnis listet die Mitglieder alphabetisch nach Orten auf.

Der Gedenkreis Wehnen e.V. betreibt die Gedenkstätte Alte Pathologie auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen. Durch die Forschung des Medizinhistorikers Dr. Ingo Harms wurden Krankenmorde durch Nahrungsentzug an mindestens 1500 Patienten während der NS-Zeit in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen aufgedeckt. Neben der Betreuung der Öffnungszeiten werden durch den wissenschaftlichen Beirat Führungen für Gruppen aller Art, wie z.B. Schulklassen, Auszubildende und Studierende, durchgeführt. Eine weitere Aufgabe ist die individuelle Forschung nach der Todesursache von in der NS-Zeit gestorbener Patienten in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen. Alle Aufgaben werden von ehrenamtlichen Mitgliedern des Gedenkreises Wehnen geleistet.

www.gedenkkreis.de

Tel.: 0441 9992770
Mail: info(at)gedenkkreis.de

Gedenkkreis Wehnen e.V., Alte Pathologie Wehnen
Hermann-Ehlers-Straße 7
26160 Bad Zwischenahn

Schwerpunkte:

Gedenkort Rampe: Die bis heute von Nato-Staaten militärisch genutzte Verladerampe am Südrand von Bergen als Gedenkort mit historischem Güterwaggon gestalten.

Das Tontafelprojekt “Wir schreiben eure Namen” für den Friedhof der sowjetischen Kriegsgefangenen. In den Schulen werden Tontafeln jeweils mit dem Namen eines Kriegsgefangenen angefertigt und auf dem Friedhof abgelegt.

www.ag-bergen-belsen.de

Mail: info(at)ag-bergen-belsen.de

Arbeitsgemeinschaft Bergen-Belsen e. V.
c/o Gedenkstätte Bergen-Belsen
29303 Lohheide

www.gedenkstaette-friedenskapelle.de

Tel.: 0531 373305
Mail: info(at)gedenkstaette-friedenskapelle.de

Gedenkstätte Friedenskapelle
Helmstedter Strasse 54
38126 Braunschweig

Die Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße erinnert an ein Außenlager des KZ Neuengamme, das im August 1944 in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofs errichtet wurde. Etwa 1000 Häftlinge wurden aus dem KZ Auschwitz hierher zur Arbeit in der LKU-Fabrik Büsing gebracht. Im Mittelpunkt der im Jahr 2000 eröffneten Gedenkstätte steht das Offene Archiv „Braunschweig - eine Stadt in Deutschland erinnert sich“. Der Arbeitskreis Andere Geschichte e.V. betreut den Erinnerungsort, bietet pädagogische Angebote und öffentliche Veranstaltungen an.

www.schillstrasse.de

Tel.: 0531 2702565
Mail: gedenkstaette(at)schillstrasse.de

Gedenkstätte Schillstraße
Schillstraße 25
38102 Braunschweig

Langjähriger wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Zahlreiche Veröffentlichungen zur jüdischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur nationalsozialistischen Verfolgungsgeschichte und ihren Folgen.

Kontakt: thomas.rahe57@gmail.com

Die Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V. erforscht schwerpunktmäßig die Zeit des Nationalsozialismus, seine Vor- und Nachgeschichte in der Stadt. Sie hat sich z.B. mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde befasst, mit NS-Zwangsarbeit, einem Frauen-Außenlager des KZ-Buchenwald sowie mit einem früheren Nazi-Richter und dessen Opfern. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen macht der Verein in Veranstaltungen bekannt und publiziert sie in Büchern und Ausstellungen. Außerdem hat die Geschichtswerkstatt mehrere Denkmäler errichtet, die im Stadtbild an die NS-Zeit erinnern oder den Umgang mit ihr problematisieren.

www.geschichtswerkstatt-duderstadt.de

Tel.: 05527 73644
Mail: gwdud(at)yahoo.de

Geschichtswerkstatt Duderstadt
Brita Bunke-Wucherpfennig
Teichstraße 16
37115 Duderstadt

Auf dem Bückeberg bei Hameln fanden von 1933 bis 1937 die Reichserntedankfeste statt, eines der größten Massenereignisse des Nationalsozialismus. Bis zu 1 Millionen Menschen jubelten hier Adolf Hitler zu, wurden mit Militärvorführungen auf den kommenden Krieg vorbereitet und sollten sich als Teil der "Volksgemeinschaft" fühlen.

Die Ausstellung informiert über den Ablauf der Reichserntedankfeste, die umfangreichen begleitenden Baumaßnahmen und die dahinterliegenden Propagandamechanismen. Am Dokumentations- und Lernort Bückeberg steht im Vordergrund wie die Nationalsozialisten die Menschen für sich vereinnahmen konnte. Hier geht es nicht um Opfer oder Täter, sondern die Mehrheitsgesellschaft, die entweder "mitgemacht" oder "weggesehen" hatte.

www.bueckeberg-ggmbh.de

Tel.: 05151 948251
Mail: kontakt(at)bueckeberg-ggmbh.de

c/o vhs Hameln-Pyrmont
Sedanstraße 11
31785 Hameln

 

Arbeitsfelder:
NS-Zeit in Hameln und Umgebung, insbesondere Zuchthaus Hameln, Zwangsarbeit, jüdische Opfer, NS-Täter sowie Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg

Vorsitzender des Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V.

www.juedische-geschichte-hameln.de
www.geschichte-hameln.de
www.dokumentation-bueckeberg.de

Mail: gelderblom-hameln(at)t-online.de

Tel.: 0511 168-42942
Mail: carmen.mueller(at)hannover-stadt.de

Freizeitheim Stöcken
Eichsfelder Str. 101
30419 Hannover

Mail: Kontakt über die Interessengemeinschaft aufnehmen

 

Der Arbeitskreis

  • forscht zur Geschichte des ehemaligen Frauen-KZ der Continental AG in Hannover-Limmer;
  • sammelt insbesondere ZeitzeugInnen- und Erinnerungsberichte zur Lagergeschichte wie auch über die Schicksale ehemaliger Gefangener;
  • hält die Erinnerung an das Lager und an die damaligen Gefangenen durch Veröffentlichungen und Veranstaltungen – insbesondere jährlich um den 10. April, dem Jahrestag der Lagerbefreiung, herum – wach;
  • setzt sich für einen angemessenen Gedenkort auf dem ehemaligen Lagergelände ein und hat hierfür einen Gestaltungsvorschlag erarbeitet;
  • bemüht sich um eine Schärfung des historischen Verantwortungsbewusstseins und eine zeitkritische Positionierung;
  • ist Mitglied im Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover e. V. (netzwerk-erinnerungundzukunft.de).

www.kz-limmer.de

Tel.: 0511 210 44 76
Mobil: 0171 727 09 74
Mail: arbeitskreis(at)kz-limmer.de

Arbeitskreis „Ein Mahnmal für das Frauen-KZ in Limmer“
Sackmannstraße 15
30453 Hannover

Das Besondere des Ortes liegt darin begründet, dass er von jüdischer Kultur und Hoffnung, aber auch von Verbrechen und Vernichtung berichtet. Von 1893 an wurden an der Heisterbergallee jüdische Jungen und Mädchen in Gartenbau und Handwerksberufen ausgebildet. DIe Nazis missbrauchten den Ort seit Ende 1941 als Sammelstelle für Deportationen. Ab 1943 wurden hier Zwangsarbeiter, politische Häftlinge, Sinti und Roma gefoltert. Im März 1945 fanden Hinrichtungen auf dem Gelände statt.

www.gedenkstaette-ahlem.de

Tel.: 0511 61623745
Mail: gedenkstaette(at)region-hannover.de

Gedenkstätte Ahlem
Heisterbergallee 10 
30453 Hannover

Mail: Kontakt über die Interessengemeinschaft aufnehmen

 

Kontakt: marlisbuchholz@gmx.de

Historikerin und Kuratorin, Arbeitsschwerpunkte Nationalsozialismus und Erinnerungspolitik; wissenschaftliche Mitarbeit in Forschungs- und Ausstellungsprojekten 

Arbeitsfelder:
Besucherdienst Gedenkstätte Bergen-Belsen, Ausstellungsprojekte Gedenkstätte Ahlem, Geschichte Hannovers im 20. Jhdt., Redaktion digitaler Stadtrundgang zu Orten der Verfolgung und des Widerstands 1933-1945 in Hannover.

Mail: mpechel(at)htp-tel.de

Mail: Kontakt über die Interessengemeinschaft aufnehmen

 

niedersachsen.vvn-bda.de

Tel.: 0511  331136
Mail: Kontaktformular

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes —
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
VVN/BdA Niedersachsen e.V.
Rolandstr. 16
30161 Hannover

www.foerdervereinterezin.de

Mail: info(at)foerdervereinterezin.de

Niedersächsischer Verein zur Förderung
von Theresienstadt/Terezín e. V.
Leben lernen
Kinder- und Jugendwohngruppen Belitz
Belitz 9
29482 Küsten

Fachdienstleitung Kultur (Archiv, Bücherei, Museum)

www.hann.muenden.de

Telefon: 05541 75347
E-Mail: Schaefer@Hann.Muenden.de

Schlossplatz 5
34346 Hann. Münden

 

 

www.antikriegshaus.de

Tel.: 05175 5738
Mail: info(at)antikriegshaus.de

Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V.
Kirchweg 4A
31275 Lehrte/Sievershausen

muna-luebberstedt.de

Tel.: 04748  820363
Mail: koegel-r(at)web.de

Arbeitskreis Muna Lübberstedt e.V.  
c/o Karina Kögel-Renken 
Friedhofsweg 19
27729 Lübberstedt

lg.geschichtswerkstatt-lueneburg.de

Tel.: 04131 40 19 36
Mail: info(at)geschichtswerkstatt-lueneburg.de

Geschichtswerkstatt Lüneburg e.V.
Heiligengeiststr. 28
(DGB-Haus)
21335 Lüneburg

Die KZ-Gedenkstätte Moringen ist ein Ort der historisch politischen Bildung. Haupt- sowie ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten gemeinsam mit jugendlichen Freiwilligen, um den Besuchern ein anspruchsvolles Bildungsangebot anzubieten. Die Gedenkstätte erforscht die Geschichte der Moringer KZ und unterhält ein Archiv mit Dokumenten zu ihrer Geschichte sowie Erinnerungsberichten der Häftlinge. Gemeinsam mit der Lagergemeinschaft fördert und gestaltet sie das Gedenken an die Opfer der Moringer KZ.

www.gedenkstaette-moringen.de

Tel.: 05554 2520
Mail: info(at)gedenkstaette-moringen.de

KZ-Gedenkstätte Moringen
Postfach 1131
37182 Moringen

Der Förderverein (gegründet 2015) setzt sich ein für die Einrichtung eines Erinnerungs- und Begegnungszentrums in der Stadt Neuenhaus, Grafschaft Bentheim. Das Günter Frank Haus soll ein Ort des Gedenkens werden, an dem die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Neuenhauser und Grafschafter dokumentiert und die jahrhundertealte Geschichte der Juden im Kontext der Regionalgeschichte erschlossen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Wichtigste Adressaten des Hauses sind Kinder und Jugendliche, die in der unmittelbaren Nachbarschaft den ehemaligen Wohnhäusern der jüdischen Neuenhauser begegnen, die Lebensgeschichten in Unterrichtsprojekten und Workshops im Günter Frank Haus eigenständig erarbeiten und sich mit der Allgegenwärtigkeit von Antisemitismus, Fremdenhass und Rassismus und der Frage nach der Verantwortung in Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen können. Das Haus soll zudem ein zentraler Ort werden für generations- und grenzüberschreitende Begegnungen zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit den Verbrechen der NS-Zeit, mit Krieg und Vertreibung, Flucht und Migration in Vergangenheit und Gegenwart.

Mail: cpnoh(at)t-online.de

In der Region Osnabrück bestehen zwei Orte des Gedenkens, die insbesondere die regionale Herrschaft von Polizei und Gestapo darstellen:
der Sitz der ehem. Gestapostelle Osnabrück im Schloss Osnabrück, das von der Gestapo betriebene sog. Arbeitserziehungslager (AEL) in Ohrbeck b. Osnabrück.

www.gedenkstaetten-augustaschacht-osnabrueck.de

Tel.:  05405 8959270
Mail: info(at)augustaschacht.de

Zur Hüggelschlucht 4
49205 Hasbergen

www.hans-calmeyer.de

Tel.: 0541 430389
Mail: info(at)hans-calmeyer.de

Hans Calmeyer Initiative e.V.
c/o Ralf Steiner
Diepholzer Str. 1
49088 Osnabrück

Das 1981 als Verein gegründete Aktionskomitee für ein Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager richtete 1984 in Papenburg in einem angemieteten alten Fehnhaus ein DIZ als arbeitende Gedenkstätte ein. Nach 26 Jahren Gedenkstättenarbeit in Papenburg zog das DIZ auf Einladung des Landkreises Emsland 2011 in die neu eröffnete Gedenkstätte Esterwegen um und leistete dort bis 2019 die pädagogische Arbeit. Nachdem die Stiftung Gedenkstätte Esterwegen eine Fortsetzung der Kooperation ablehnte, kehrte das DIZ 2024 nach Papenburg zurück und setzt dort seine Arbeit fort.

www.diz-emslandlager.de

Tel. : 04961 7780706
Mail: mail(at)diz-emslandlager.de

DIZ Emslandlager
Hauptkanal rechts 58
26871 Papenburg

www.diz-emslandlager.de

Tel. (in der Gedenkstätte Esterwegen): 05955 9879322
Mail: mail(at)diz-emslandlager.de

DIZ Emslandlager
Postfach 1132
26851 Papenburg

Das KZ Drütte wurde im Oktober 1942 als eines der ersten Außenlager des KZ Neuengamme unter einer Hochstraße auf dem Werksgelände der Reichswerke "Herman Göring" eingerichtet.

Die Gedenkstätte liegt mitten auf dem Werksgelände der heutigen Salzgitter AG. Die besondere Lage in einem arbeitenden Industriebetrieb zeugt einerseits von der Einbindung der KZ in die NS-Wirtschaftsunternehmen, andererseits wird an diesem Ort auch der schwierige Umgang mit der NS-Geschichte verdeutlicht.

Der Zugang zur Gedenkstätte ist nur nach Absprache mit dem Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. möglich.

www.gedenkstaette-salzgitter.de

Tel.: 05341 44581
Mail: info(at)gedenkstaette-salzgitter.de

Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. / 
Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte
Wehrstr. 29
38226 Salzgitter

www.stiftung-lager-sandbostel.de

Tel.: 04764 2254810
Mail: info(at)stiftung-lager-sandbostel.de

Gedenkstätte Lager Sandbostel
Greftstraße 3
27446 Sandbostel

http://gedenkstaette-kz-engerhafe.de/

Tel.: 04942–5789548
Mail: h.osterwald@gedenkstaette-kz-engerhafe.de

Gedenkstätte KZ-Engerhafe e.V.
Kirchwyk 5
26624 Südbrookmerland

  • wir handeln aktiv gegen Rechts und Krieg
  • wir machen lokale NS-Geschichte sichtbar
  • wir führen Gedenk-, Bildungs- und Infoveranstaltungen durch
  • wir wenden uns gegen die anhaltende Ehrung von NS-Verbrechern durch Straßen- und Schulbenennungen, Denkmäler usw.
  • wir streben immer Bündnisse an und pflegen den Kontakt zu Schulen
  • wir veröffentlichen unsere Arbeit in der Mitgliederzeitschrift "antifa", in der örtlichen Presse, Broschüren und auf der Homepage
  • wir sind mit der Landes- und Bundesebene VVN-BdA e.V. vernetzt

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Kreisvereinigung Wolfsburg VVN/BdA e.V.

wolfsburg.vvn-bda.de/

Mail: Kontaktformular

www.museum-wustrow.de/museum/museumsarbeit/sammlungen/ns-wendland-archiv

Tel.: 05843 429

Museum Wustrow
Lange Str. 9
29462 Wustrow (Wendland)

von 1985 bis 2019 Mitarbeiter und Leiter des Dokumentations- und Informationszentrums (DIZ) Emslandlager, zunächst in Papenburg und ab 2011 in der Gedenkstätte Esterwegen

Kontakt: kurt.buck@diz-emslandlager.de

Unterlüß 1939 - 1949

Themenschwerpunkt des Hobby-Historikers ist die Geschichte seiner Heimatgemeinde in den Jahren 1939-1950. In Unterlüß befanden sich 21 Lager mit insgesamt etwa 5.000 Insassen, nach neuesten Erkenntnissen sollen es sogar 7500 bis 10.000 gewesen sein. Darunter ein Arbeitserziehungslager, Baracke für stillende Ostarbeiterinnen, ein Unternehmerlager, ein KZ-Außenlager von Bergen-Belsen und ein Lager für Displaced Persons. Von diesen 21 Lagern waren Männerlager 1, 2 und 3 und Frauenlager 1 und 2 die größten. Bei den Insassen handelte es sich u.a. um Fremdarbeiterinnen und Fremdarbeiter, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, italienische Kriegsgefangene, italienische sog. „Militärinternierte“ (IMI) und KZ-Inhaftierte.

In den Arbeitserziehungslagern waren ca. 300 Insassen inhaftiert, wobei die gemauerte Baracke in der Mitte geteilt wurde und somit Männer und Frauen getrennt werden konnten. Das Arbeitserziehungslager befand sich hinter dem Männerlager 3 (Thielemannsort) auf dem heutigen Unterlüßer Dorfplatz. 

Die Baracke für stillende Ostarbeiterinnen befand sich westlich vom Frauenlager 1 (Hohenrieth). Das Lager wurde 1944 durch einen Luftangriff völlig zerstört, wodurch eine Vielzahl von Frauen und Kindern umgekommen sind. 

Das Unternehmerlager befand sich auf dem heutigen Gebiet der Stromversorgung und war belegt mit Arbeitern der Firmen Thiele aus Westercelle und Mehmel aus Hannover. Es wurde kurz nach der Befreiung abgebrannt. Die Umstände sind bis heute nicht bekannt.

Im August 1944 kamen die ersten weiblichen KZ-Insassen in das KZ-Außenlager von Bergen-Belsen (Tannenberglager auch genannt). Sie kamen aus dem Lager Ausschwitz/Birkenau in Polen und sind über Bergen-Belsen nach Unterlüß transportiert worden. Man spricht über eine Anzahl von ca. 900 Frauen.

Die Baracken für Displaced Persons befanden sich auf dem Gelände des Männerlagers 3 und es handelte sich um 4 Baracken, die direkt an der Hauptstraße lagen. Das Gros der Insassen kam aus Polen sowie aus Serbien. Das Lager wurde 1949 aufgelöst und kurz darauf abgerissen.

Die Recherchen beschreiben die Opfer- sowie die Täterbeschreibungen.

IMI Michele Montagano geb. am 27.Oktober 1921 in Casacalenda/Italien

Als Offizier verweigerte er mit noch 43 anderen Kammeraden für die Nationalsozialisten auf dem Flugplatz in Dedeltorf zu arbeiten. Die Folge war, dass sie im Februar 1945 in das berüchtigte Arbeitserziehungslager (AEL) nach Unterlüß kamen.

Mail: heine-peter@t-online.de